Der Heimatverein Messingen schloss seine Ausstellung „Lichter im Dunklen – Frauen während des Holocaust“ mit einem Besuch des Forum- Vorstandes im Heimathaus Messingen ab. Erinnert wurde an Frauen, die unter der Naziterror ihre Würde bewahrt hatten. Nun wird die Ausstellung der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem, die gemeinsam mit der Katholischen Frauengemeinschaft Messingen und der Jüdischen Geschichtswerkstatt Samuel Manne (Freren) ins Werk gesetzt wurde, auf Wanderschaft gehen. Bald werden die informativen Ausstellungstafeln auch in der evangelischen Kreuzkirche in Lingen zu sehen sein.

Der Vorstand des Forum Juden-Christen mit seiner Gastgeberin. v.l.: Georg Wichmann, Mechthild Pölking-Oeßelmann, Ursula Kottebernds, Godehard Ritz, Bernhardine van Olfen, Angela Prenger, Christian Lange, Claudia Meinert, Peter Lütje und Simon Göhler. Foto: fwp
Die 2. Vorsitzende des Heimatvereins Messingen, Ursula Kottebernds, informierte den Vorstand des Forums über die Ausstellung, die an den Sieg über die Nazis am 8.Mai 1945 erinnern solle. Dargestellt werden neun Schwerpunkte des Überlebenskampfes jüdischer Frauen: ‚Liebe‘, ‚Mutterschaft‘, ‚Sorge für Andere‘, ‚Weiblichkeit‘, ‚Widerstand und Rettung‘, ‚Freundschaft‘, ‚Glaube‘, ‚Essen‘ und ‚Kunst‘. An den eindrücklichen Beispielen wird wird der menschenfeindliche Terror der Nazis deutlich.
Der Forum-Vorsitzende Simon Göhler betonte, dass der Verein für Erinnerungsarbeit im gesamten Altkreis Lingen zuständig sei und sich daher über das Engagement des Heimatvereins sehr freue. Göhler dankte Ursula Kottebernds mit einem Präsentkorb für die Ausstellungsführung und für die Gastfreundschaft. Der Vorstand absolvierte im Anschluss seine letzte reguläre Sitzung vor der Mitgliedervesammlung im April.